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Weil Lesen Spaß macht – ungewöhnliche Initiative im Haus St. Peter

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Ungewöhnliche Initiative im Haus St. Peter
Sinzig. Die Pisa-Studie hat ein dunkles Licht auf Schüler und insbesondere ihre Lese- und Schreibkünste geworfen. In Sinzig wird auf einer ungewohnten Schiene mit Kindern an deren Lesetalenten gearbeitet, sehr intensiv aber ohne Leistungsdruck und mit viel Freude. Brigitte Spitz und zahlreiche Damen und Herren, teils aus ihrem Bekanntenkreis – sind montags, mittwochs und donnerstags im Haus St. Peter mit ihrer ehrenamtlichen Leseförderung im Einsatz. Durch Mundpropaganda wurden es immer mehr Menschen, die auf Abruf bereit stehen, um als Lesehelfer zu kommen. Bei einem Besuch machten sich Bürgermeister Wolfgang Kroeger und Pastor Achim Thieser selbst ein Bild von diesem Angebot.

„Das ist alles eine ganz lockere Sache“ erklärte die Organisatorin Brigitte Spitz, früher als Lehrerein an der Grundschule Sinzig tätig. Die Kinder sollen merken „Da ist jemand, der mir Gutes will und der Zeit mit mir und einem schönen Buch verbringt“. Es wird nicht vor einer gesamten Gruppe gelesen, sondern das gemeinsame Lesen und Besprechen findet jeweils zwischen einem Helfer und einem jungen Gast statt. Dabei wird das flüssige Lesen gefördert, aber auch das Verstehen des Textes. Seit fast 2 Jahren besteht diese Einrichtung nun und die Kinder sind mit Begeisterung bei der Sache, vielleicht weil das Ganze ohne Lernzwang und Schulumgebung, drohende Benotungen und dergleichen vonstatten geht. Pastor und Bürgermeister erfuhren auch, dass es eine gute Zusammenarbeit zwischen der Gruppe und der Zentralbibliothek mit der rührigen Waltraud Thormann gibt. Es werden Wunschthemen der Kinder besprochen und die Bibliothek stellt dann Bücher für einen Zeitraum bereit.

„Ohne diese Hilfe ging es nicht“ betont Brigitte Spitz, die auch schon auf ganz praktische Erfolge verweisen kann. Auf einen Jungen, der mit schweren Konzentrationsproblemen einstieg und jetzt locker 10 Minuten konzentriert und interessiert liest und vorliest. „Es geht auch um Selbstbestätigung durch solche Erfolge für die Kinder“ sagt sie und der Enthusiasmus an dieser freiwilligen Arbeit ist sofort aus ihren Worten heraus zu hören. Die Förderung des allgemeinen Selbstbewusstseins geht also mit der Leseförderung einher. Oft sind Eltern aus Zeitmangel selbst nicht in der Lage, diese Arbeit zu leisten. Seit sie im HOT bei den Migrantinnen, die dort die deutsche Sprache erlernen für das Projekt warb, kommen auch Kinder aus dieser Runde. Sogar einige der Mütter haben sich schon mit Spaß daran beteiligt. Und ganz besonders dankbar sind die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer natürlich der Pfarrei St. Peter, welche die Räumlichkeiten bereitstellt.

Der Bürgermeister hatte sich für seinen Besuch aber auch einen Gag ausgedacht und hatte das Buch „Grimms Märchen für Kinder erzählt“ mitgebracht. Zum Vergnügen der Kinder las er ein Kapitel daraus vor und ließ das Buch dann als Geschenk im Haus St. Peter.

Bedingt durch den Schulwechsel einiger Kinder sind derzeit wieder Plätze frei geworden. Sie sind gedacht für Kinder bis zum 6. Schuljahr. Interessierte Eltern, aber auch Sinzigerinnen und Sinziger, die selbst als Lesehelfer aktiv werden möchten, können sich gerne bei Brigitte Spitz, Tel. 41117 melden.

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