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SPD MdL Susanne Müller: Podiumsdiskussion zu Pflege

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Gut alt werden in Rheinland-Pfalz

Podiumsdiskussion zu Pflege, Unterstützung und alternativen Wohnkonzepten

Wie kann eine Gesellschaft sich auf den Wandel vorbereiten, wenn die Babyboomer-Generation in Rente geht und Pflegebedarfe steigen? Mit dieser offenen Leitfrage eröffnete die SPD-Landtagsabgeordnete Susanne Müller den Diskussionsabend. Sie erinnerte daran, dass 86 % der älteren Menschen zu Hause gepflegt werden – häufig im ländlichen Raum. Das zeige, wie wichtig es sei, bestehende Ressourcen sichtbarer und zugänglicher zu machen und gleichzeitig neue Alternativen für gutes Altern zu entwickeln. Auf dem Podium diskutierten Staatsministerin Dörte Schall, die frühere Topmanagerin Vera Schneevoigt (als Vertreterin für pflegende Angehörige), sowie Ingrid Jung, die das alternative Demenz-Wohnprojekt in Löhndorf gemeinsam mit dem Verein Gemeinsam zuhause im Ahrtal e. V. als 2. Vorsitzende entwickelt.

Staatsministerin Dörte Schall machte deutlich, dass Pflege viele Generationen einbindet: „Pflege ist nicht nur auf das hohe Alter beschränkt. Eltern pflegen ihre Kinder, Kinder pflegen ihre Eltern – und der Beginn einer intensiveren Pflegesituation ist fast immer eine enorme Drucksituation, emotional wie organisatorisch.“ Zwar gebe es viele Beratungs- und Unterstützungsangebote, wie beispielsweise die 135 Pflegestützpunkte – dennoch fällt es manchmal denn Unterstützenden schwer, den Überblick zu behalten und die richtigen Stellen zu finden. „Hier setzen wir uns dafür ein, dass die Verfahren transparenter und einfacher werden.

Vera Schneevoigt schilderte ihren Weg aus einer internationalen Managementkarriere zurück ins Rheinland, um ihre Eltern und Schwiegereltern zu pflegen, und betonte, wie wichtig Unterstützung auch in Unternehmen sei – etwa durch flächendeckende Pflegelotsen, die Beschäftigte und Arbeitgeber entlasten könnten.

Ingrid Jung stellte anschließend das geplante Wohnprojekt in Löhndorf vor, das auf ein familiäres Wohnumfeld, klare Strukturen und die Einbindung in die Dorfgemeinschaft setzt – orientiert an den zentralen Wünschen älterer Menschen: Selbstbestimmung und soziale Teilhabe.

Daran anknüpfend betonte Staatsministerin Schall: „Projekte wie das von Frau Jung und dem Verein Gemeinsam zuhause im Ahrtal zeigen, wie modernes Altern aussehen kann: selbstbestimmt, gemeinschaftlich und mitten im Ort. Genau deshalb fördern wir alternative Wohnformen in Rheinland-Pfalz ausdrücklich. Sie sind ein wichtiger Baustein, um Menschen auch bei Pflegebedarf ein Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu ermöglichen.

Zum Abschluss rief Schall dazu auf, früher über das eigene Altern nachzudenken:
Mit 60 sollte man anfangen, die ersten Weichen zu stellen. Viele scheuen diesen Schritt – doch vorausschauende Planung kann später enormen Druck nehmen.

Susanne Müller dankte den Beteiligten und den Gästen im Publikum:
Die Impulse dieses Abends zeigen klar, wo wir ansetzen müssen. Pflege darf weder überfordern noch isolieren. Unser Ziel bleibt eine gute, menschliche Versorgung und echte Unterstützung für diejenigen, die täglich Verantwortung übernehmen. Angebote und Initiativen wie die Gemeindeschwester Plus, aber auch kommunale Projekte oder private Initiativen und Vereine können dazu beitragen, den vielfältigen Bedürfnissen der Pflegenden gerecht zu werden.  Anders als im öffentlichen Dienst sind Unterstützungsangebote wie die „Pflegelotsen“ in der Privatwirtschaft nur selten vorhanden. Hier gilt es weiterhin, Menschen für das Themenfeld  zu sensibilisieren und Handlungs- und Lösungsstrategien gemeinsam zu entwickeln.

Pressemeldung Susanne Müller MdL SPD
Fotografin: Christina Sönksen

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