Sinziger wollen Bürgerbewegung aus der Taufe heben
Bürgerforum am 21. Januar im Freiwegheim – Studie zur Innenstadt wird vorgestellt
Sinzig. Sinzig ist schön, Sinzig hat viel zu bieten – doch anders als die Stadtteile macht gerade die Kernstadt noch viel zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Das ist die Ansicht vieler Menschen, die dort wohnen und leben. Und das deckt sich auch mit der Erkenntnis einer Studie, die sich gezielt mit der Sinziger Innenstadt beschäftigt hat. Damit es nicht nur bei dieser Erkenntnis bleibt, haben sich zwei Handvoll Sinziger entschlossen, eine „Bewegung von unten“ anzustoßen. Sie suchen jetzt weitere Bürgerinnen und Bürger, die sich für ihre Stadt und deren Weiterentwicklung einsetzen wollen. Worum genau es bei dieser überparteilichen Initiative geht, das können Interessierte am Dienstag, 21. Januar, um 18.30 Uhr im Sinziger Freiwegheim (Grüner Weg) erfahren. Außerdem wird dort besagte Innenstadtstudie öffentlich vorgestellt.
Unter der Moderation von Nikolaus Wilhelmy wollen die beteiligten Bürger ihre Motive für die Initiative erläutern und mit den Besuchern darüber diskutieren. Auch Ortsvorsteherin Silvia Mühl ist mit an Bord. Die Kernbotschaft lautet: Neben den Vereinen und der Sinziger Aktivgemeinschaft, die die Innenstadt mit ihren Aktionen bereits auf vielfältige Weise belebt und fördert, soll eine weitere Säule für das Sinziger Stadtleben entstehen. Die Bürgeridee, die in vielen Städten und Gemeinden bereits erfolgreich gelebt wird, soll auch in Sinzigs Kernstadt Fuß fassen und dafür sorgen, dass sich noch mehr Menschen aktiv für ihre Stadt einsetzen.
Die Einkaufsstadt Sinzig verspürt derweil durchaus positive Impulse: Einige Geschäfte sind in jüngster Zeit neu eröffnet worden und haben den Leerstand verringert. Wie man die Innenstadt zusätzlich beleben kann und welche Möglichkeiten es gibt, um die immer noch erheblichen Leerstände sinnvoll für eine positive Entwicklung zu nutzen, das wird bei diesem Informationsabend ebenfalls Thema sein. Die Leipziger Diplomingenieurin Jana Reichenbach-Behnisch hat im Jahr 2011 mit Unterstützung des Bundesbauministeriums in einer vergleichenden Studie die Kleinstädte Rochlitz (Sachsen) und Sinzig unter die Lupe genommen und dabei spannende Erkenntnisse gewonnen. Die Kernthesen ihrer Studie unter dem Titel „Aktivieren von Stadtzentren in Kleinstädten“ wird sie im Freiwegheim erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und zur Diskussion stellen.
Auch die Bürgeridee soll an diesem Abend Fahrt aufnehmen. „Wir für Sinzig – Sinzig für alle“ – so lautet das Motto der Veranstaltung, die der Startschuss für diese Bürgerbewegung werden soll. Es geht darum, wie die nächsten Schritte aussehen könnten und welche Themenbereiche für eine solche ehrenamtliche Initiative überhaupt infrage kommen – sei es das kulturelle Programm, die Innenstadtbelebung, die Stadtverschönerung oder die Frage, wie sich die Stadt auf das Jubiläum „750 Jahre Stadtrechte“ im Jahr 2017 vorbereitet. Es geht aber auch um Grundsätzliches. Wie will sich Sinzig im Reigen der Städte im Kreis Ahrweiler positionieren? Was ist, werbetechnisch ausgedrückt, der unverwechselbare Sinziger Markenkern? Genug Themen also für einen spannenden Abend im Freiwegheim.
























