Seit sieben Jahren leistet das Haus der offenen Tür (HoT) in Sinzig Herausragendes in der Jugendsozialarbeit. Hier finden junge Leute – und auch ihre Eltern – immer Ansprechpartner, wenn’s um Probleme geht, die man alleine nicht bewältigen kann. Besonders für Jugendliche, die aus benachteiligten Verhältnissen kommen, ist das HoT oft die einzige Chance wieder Boden unter die Füße zu bekommen.
Im ganzen Kreis Ahrweiler gibt es keine vergleichbare Einrichtung. Jetzt laufen die finanziellen Förderungen aus dem Europäischen Sozialfonds aus. Wenn unsere Volksvertreter aus dem Kreis Ahrweiler nicht aktiv werden, dann ist zum 31. Dezember Schluss. Fünf Mitarbeiter verlieren ihre Stellen und wir verlieren fünf Leute, die immer für uns da waren, wenn wir sie brauchten. Hier haben wir immer die Hilfe gefunden. Hier hat man uns Perspektiven aufgezeigt und uns auch mal geschubst, damit wir auf den richtigen Weg gekommen sind.
Wir, die Jugendlichen und Eltern aus dem Kreis Ahrweiler brauchen das HoT mit seiner Jugendsozialarbeit. Wir wollen nicht zulassen, dass andere Jugendliche, die nach uns kommen, mit ihren Problemen alleine gelassen werden und keine Ansprechpartner mehr finden. Ein offener Jugendtreff reicht nicht aus. Es geht um Beratung und Betreuung, die ohne eine Zwischenfinanzierung von 138.000 Euro nicht mehr möglich ist.
Wir wollen nicht glauben, dass Geld und Parteipolitik wichtiger sind, als unsere Zukunft. Deshalb haben wir diese Seite ins Leben gerufen und deshalb werden wir mit Unterschriftensammlungen und Überzeugungsarbeit in den nächsten zwei Wochen für unser Ziel kämpfen: Die Fortsetzung der Jugendsozialarbeit im HoT.
Wir weigern uns zu glauben, dass wir den Kreistagsmitgliedern im Kreis Ahrweiler egal sind. Wir bitten alle, die auf der Kreistagssitzung am 6. Dezember stimmberechtigt sind: LASSEN SIE UNS NICHT IM STICH! – Und das is auch das Motto unserer Aktion.
Was Ihr tun könnt: Bitte liked diese Seite. (https://www.facebook.com/safe.future.youth) Teilt unsere Aufrufe. Folgt unseren Einladungen. Gemeinsam können wir die Entscheidungsträger überzeugen. Es ist noch nicht zu spät und wir sind entschlossen zu kämpfen. Macht mit!
Eure
Anna, Lara und Anna
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Dazu eine Pressemeldung der Kreisverwaltung Ahrweiler
Keine Betreuungslücken bei Integration in Arbeitsmarkt
Jugendhilfeverein startet zwei neue Projekte – Kreis stellt Fakten zum HoT Sinzig klar
Das Haus der offenen Tür (HoT), eine Jugendeinrichtung in Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter in Sinzig, hat sich wegen der Fortführung zweier Projekte an die Öffentlichkeit gewandt. Dazu stellt die Kreisverwaltung einige wesentliche Fakten klar.
Zum Jahresende 2013 laufen zwei HoT-Projekte aus: die Kompetenzagentur“ und Schulverweigerer – Die zweite Chance“. Grund: Beide Projekte sind bis Ende 2013 befristet, was bereits seit mehr als einem Jahr feststeht. Diese Projekte wurden vom Bund als Modellprojekte sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.
Wie geht es weiter? Der Jugendhilfeverein für den Kreis Ahrweiler (JHV) startet im Januar 2014 zwei neue Projekte zur Integration junger Hartz IV-Empfänger in den Arbeitsmarkt. Damit wird sichergestellt, dass im Kreisgebiet keine Betreuungslücken entstehen, wenn zwei Projekte des HoT Sinzig zum Jahresende 2013 auslaufen. Entsprechende Befürchtungen von Jugendlichen, die bisher im HoT betreut wurden, seien daher unbegründet, betont die Kreisverwaltung.
Die beiden neuen JHV-Projekte können junge Menschen aufnehmen, die von 4,5 Fachkräften betreut werden. Das JHV-Projekt Fit für den Job“ setzt an bei der Berufsorientierung, der Berufswahl und der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen. Das Projekt Globus“ verfolgt unter anderem das Ziel, einen möglichst hohen Anteil der Teilnehmer in reguläre Ausbildungsverhältnisse zu vermitteln. Der JHV hat sich mit diesen selbst entwickelten Förderprojekten beworben und den Zuschlag mit Finanzierungszusage aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds erhalten.
Im Übrigen gibt es eine breite Palette von Angeboten durch Jobcenter, Berufsberatung und sonstige Träger bei den Hilfen zur Eingliederung in Schulen, Ausbildung, Beruf und zur sozialen Integration. Hier stehen aktuell mehr als 100 Plätze und darüber hinaus mehrere Beratungsangebote verschiedener Träger zur Verfügung.
Die Kreisverwaltung bedauert, dass das HoT die Fortführung seiner auslaufenden Projektarbeiten für 2014 nicht sichergestellt hat. Das Jobcenter hat das HoT mehrfach auf entsprechende wertige, neu ausgeschriebene Förderprojekte aufmerksam gemacht und gebeten, das HoT möge sich mit eigener Konzeption bewerben.
Demgegenüber hat der Jugendhilfeverein sich rechtzeitig mit selbst entwickelten Förderprojekten zur Integration von jungen Menschen in den Arbeitsmarkt beworben und den Zuschlag für diese Projekte mit Finanzierungszusage aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds erhalten.
Wie sind die Perspektiven für Förderprogramme 2014? Der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter als Träger des HoT steht es frei, die bisherigen Maßnahmen mit eigenen Mitteln fortzuführen. Das HoT hat für ein mögliches Nachfolgeprogramm Interesse angemeldet; es handelt sich um die Teilnahme an einem gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung konzipierten Modellprogramm Jugend stärken im Quartier“. Ob überhaupt und wann es stattfindet, ist zurzeit jedoch ungewiss, unter anderem weil dafür Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung stehen müssen. Ferner bleibt abzuwarten, ob der Kreis hierfür überhaupt infrage kommt.
























