Der Kirchplatz platzte aus allen Nähten
Kölsche Tön in Sinzig. Ein Highlight der Rheinischen Art fand am Samstag auf dem Sinziger Kirchplatz statt. Die von der Aktivgemeinschaft „aktiv für Sinzig“ organisierte Räubernacht. Langsam fing es an mit Rudi und Tünn. Das beliebte Gesangsduo aus Westum heizte mit „Dreigjestirn“ und anderen Coverversionen vor. The Real Safri überzeugten mit ihren Drums, die sie zu bekannten Dance-Hits darbrachten. Hierbei bezogen sie das Publikum gekonnt ein.
Das Programm moderierte DJ Fosco mit flotten Sprüchen und in den Pausen Kölsche Musik..
Die Botzedresse aus Niederzissen brachten bekannte Kölsche Tön in vollkommen neuer Interpretation. Im Stil der „Blasmusik“ erklangen Melodien von De BläckFöös, BAP mit „verdamp lang her“ oder der Spider Murphie Gang mit „Skandal im Sperrbezirk“. Eine klasse Coverband mit einer klasse Show in Ledderbotze. Der Name ist Programm.
Die Bönnsche Gruppe „Schäng“ überzeugte durch eigene Kompositionen wie „De Flesch in de Frittebud“ oder „De Könisch vom Rhing“ . Spassmusik aber auch mit melankolischen Tönen versteht es die Band die verschiedenen Gesichter des Rheinländers in Texte und Töne zu setzen. De Rheinländer kann och kriesche. Eine hervorragende Band, die man im Ohr behalten sollte. Da kommt noch was.
Namensgeber und Highlight des Abends waren die Räuber us Kölle. Der Name bürgt für Qualität. Eine hervorragende Liveband, deren Qualitäten man im Fernsehen nicht so wahrnimmt. Aus vielen Übertragungen des Fernsehens bei Karnevalsveranstaltungen bekannt hätte man befürchten können die fünfte Jahreszeit würde ein zweites mal im Juni stattfinden. Aber Kölsche Tön sind das ganze Jahr über hörbar und die Verbindung Kölsch=Fastelovend stimmt soo nicht ganz. Es handelt sich eher um Heimatmusik, wie es in Bayern oder auch an der Küste schon seit Jahrzehnten zum Kulturgut gehört. Leider werden wir hier im Rheinland immer auf den Rosenmontagszug reduziert. Dabei haben Lieder wie „In osem Feedel“, „De Flesch in de Frittebud“ oder „Dat is Heimat“ Ganzjahreskonjunktur.
Man sollte sich zum Rheinländer bekennen, die Sproch flejen un de leve Jott ene joode Mann sin loße. Et hät noch immer jood jejange. DAS nennt man auch Kultur, das nennt man Heimat! Und zwar das ganze Jahr!
Sehen Sie hier den Film mit Ausschnitten des Konzerts der Räuber.
























