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Plattform für Katastrophenmanagement im Ahrtal erfolgreich getestet

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Europäische Union fördert wegweisende Technologie zur Lagebildgestaltung

Innovative KI-gestützte Plattform für Katastrophenmanagement im Ahrtal erfolgreich getestet

Wie kann im Fall einer Naturkatastrophe ein verlässliches Lagebild erstellt werden, um auf dessen Basis effektive Maßnahmen umzusetzen? Antworten auf diese und weitere Fragen des Katastrophenmanagements soll das auf vier Jahre angelegte Projekt TEMA – Trusted Extremely Precise Mapping and Prediction for Emergency Management – liefern. Das durch die Europäische Union geförderte Projekt entwickelt eine hochmoderne KI-gestützte Plattform, die es Einsatzkräften ermöglichen soll, schnell und präzise ein Lagebild zu erstellen. Die Plattform nutzt unter anderem fortschrittliche Datenanalysen und Simulationen, um entscheidungsrelevante Informationen zu liefern, die die Bewertung von Krisensituationen, die Priorisierung von Maßnahmen und die Koordination von Einsatzstrategien deutlich verbessern.

Anhand von Lagen wie Waldbränden oder Starkregenereignissen soll die Plattform von Expertinnen und Experten getestet und ihre Daten analysiert werden. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) spielt hierbei eine zentrale Rolle und ist für insgesamt acht Tests in Europa verantwortlich. Aufgrund der besonderen Situation durch die Flutkatastrophe in 2021 werden zwei dieser praktischen Tests mit internationalen Partnern im Ahrtal durchgeführt.

Besonders bei uns im Ahrtal, wo wir die Folgen der Flutkatastrophe noch immer spüren, ist die Bedeutung solcher Technologien von größter Relevanz. Durch die Entwicklung von Werkzeugen, die es uns ermöglichen, eine Lage besser einschätzen zu können und damit präzisere und schnellere Entscheidungen zu treffen, können wir als Region unsere Resilienz gegenüber zukünftigen Katastrophen stärken. Deswegen ist es uns ein Anliegen, Projekte wie TEMA zu unterstützen, die es uns hoffentlich ermöglichen, noch besser auf Krisen zu reagieren“, betont Landrätin Cornelia Weigand.

Im Rahmen des Tests, der jüngst im DRK-Ortsverein in Bad Neuenahr stattgefunden hat, wurde eine neue Lagesoftware getestet, die speziell für den Einsatz von Rettungsdiensten in Krisengebieten optimiert wurde. Diese Software ermöglicht den Zugriff auf Satellitenbilder, 3D-Modelle, Hochwassermasken und Luftaufnahmen, die aus der Flutkatastrophe stammen. Angeleitet durch das BRK nahmen mehr als 35 nationale und internationale Experteninnen und Experten teil – darunter unter anderem Vertretungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts. Aus dem Kreis Ahrweiler war unter anderem der DRK-Kreisverband Ahrweiler e. V mit seinen Ortsvereinen Bad Neuenahr-Ahrweiler und Grafschaft beteiligt.

BRK-Landesgeschäftsführer Robert Augustin: „Das Bayerische Rote Kreuz wappnet sich gemeinsam mit allen Projektpartnern von TEMA für kommende Katastrophen, die es in der Zukunft zu bewältigen gilt. Gut, wenn wir dann noch besser als bisher vorbereitet sind – dafür forschen wir stetig weiter. Mit dem internationalen Projekt TEMA gehen wir insbesondere digitale Wege, um unsere Einsatzkräfte in der Fläche bestmöglich unterstützen zu können. Mittels künstlicher Intelligenz werden dabei Lagebilder erstellt und einsatzrelevante Informationen gebündelt bereitgestellt, damit wir noch schneller und gezielter am richtigen Ort helfen können.
Weitere Informationen zum Projekt finden sich online unter https://tema-project.eu/.

Pressemeldung Kreisverwaltung Ahrweiler
Foto: Bernhard Risse / Kreisverwaltung Ahrweiler

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