Planungen vom vergangenen Jahr werden geändert – Kosten erhöhen sich
In der Bauausschusssitzung am Mittwoch, 25.6.2025 steht wieder das historische Thermalbad Bad Bodendorf auf der Tagesordnung. Im vergangenen Jahr wurde der Förderbescheid in Höhe von rund 8,351 Mio. Euro durch Staatssekretärin Nicole Steingaß übergeben, damit konnte der Wiederaufbau des historischen Thermalbades in Bad Bodendorf und die konkrete Planung- und Umsetzungsphase starten. Es war geplant, das Hauptgebäude samt Sanitäranlagen, Umkleiden etc. abzureißen und ohne Kellergeschoss und in hochwasserangepasster Bauweise neu zu errichten. Die historischen Umkleiden entlang der Badeplatte sollten, wenn irgend möglich, erhalten bleiben. Die neue Planung sieht aus wirtschaftlichen Gründen den Abriss vor.
Die aktuelle Planung
Die Stadt schreibt in der Beschlussvorlage zur Bauaussschussitzung am 25.6.
„Aufgrund der durch Sachverständige, Gutachter und Fachplaner festgestellten Schäden, kommt eine Sanierung des Bestandes dabei wirtschaftlich nicht in Betracht, sodass ein Neubau des Thermalbads angestrebt wird.” Die historischen Umkleidekabinen sind aus Sicht der Ingenieure nicht erhaltenswert, auch hier soll ein Neubau erfolgen.
Auch der zukünftige Standort des Technikgebäudes wurde geprüft. „Hierbei kamen die Planer zu dem Ergebnis, dass der aus der Machbarkeitsstudie geplante Standort auf der Liegewiese und somit in Verlängerung zum Hauptgebäude kein geeigneter Standort ist. Der nun geplante Standort orientiert sich an dem alten Standort auf der Badeplatte.”
Laut der Beschlussvorlage zur Ausschusssitzung ergeben sich folgende Änderungen:
Hauptgebäude/Nebengebäude:
- Raumaufteilung innerhalb des EG wurde geringfügig geändert und etwas verkleinert
- Gebäude wurde auf das EG beschränkt
- Dachterrasse mit Zugang über Treppe wurde hinzugefügt
- Sanitäranlagen wurden auf der Badeplatte neu angeordnet
Umkleidekabinen:
- Anordnung auf der Badeplatte und Liegewiese etwas geändert
Technikgebäude:
- Standort verlegt auf Badeplatte somit auch Wegfall von Treppe innerhalb des Beckenbereich
Schwimmerbecken:
- Wassergewöhnungstreppe verkleinert und an östlicher Seite anstatt vorher westlich
- Einstiegshilfe für Menschen mit Beeinträchtigung
- Integration von zwei Einstiegsleitern westlich
- Trennung von Schwarz-Weißbereichen ohne Barriere und mit Grünbereichen
Kinderbecken:
- Neue Anordnung und Form
Spielplatz:
- Neue Anordnung
Liegewiese:
- Integration von Bänken
- Neue Anordnung Kabinen
- Betriebstor
- Drehkreuz für Ausgang und Eingang (Dauerkarten)
Mit der ADD und dem Ministerium wurden diese Änderungen bereits vorbesprochen, da gemäß
Auflage des Bewilligungsbescheids ohnehin in Bezug auf die Lage des Technikgebäudes noch eine
Abstimmung zu erfolgen hatte. Hierbei wurde der überarbeiten Version zugestimmt.„
Der zur Ahr hin tiefer liegende Bereich wird der neuen Planung nach nicht bebaut. Nach Angaben der Stadt haben sich die Kosten gegenüber der Bedarfsplanung erhöht. Zitat aus der Beschlussvorlage: „Die aktuellen Kosten belaufen sich auf rund 9 Mio. € Brutto. Der Bewilligungsbescheid liegt in Höhe von 8.351.981,82 € Brutto vor. Ein Mehrkostenantrag wird entsprechend vorbereitet und eingereicht. Hierzu wurde sich mit der ADD und dem MDI abgestimmt, dass dieser Erhöhungsantrag/Mehrkostenantrag erst nach der Ausschreibung erfolgt, da es im Zuge der Ausschreibung ggf. noch zu weiteren Kostensteigerungen kommen kann.
Eine 100% Übernahme der Kosten durch den Wiederaufbaufonds RLP erfolgt.„
Der Beschlussvorschlag der Stadt lautet:
„Der Bauausschuss empfiehlt dem Stadtrat: Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die weiteren Planungen sowie die Ausführung gemäß der Entwurfsplanung durchzuführen.„
Mit ernsthaftem Gegenwind aus den Fraktionen ist nicht zu rechnen.
AG
Foto: Archiv Gottschalk


























