Am 28. Februar 2026 um 12:00 Uhr wird in Ahrbrück die neunte Stele 1 eingeweiht
Sie ist Teil des „Wegs der Erinnerung für die Zukunft“, der Ende 2026 in Form von 35 Stelen von der Ahrquelle und zur Ahrmündung führen wird und in allen betroffenen Orten an die Flut vom 14./15. Juli 2021 informieren wird, sowie über Krisenbewältigung, SolidAHRität und Wiederaufbau, Leuchtturmprojekte und Themen, die den einzelnen Orten besonders wichtig sind und den Weg in die Zukunft weisen.
Der „Weg der Erinnerung für die Zukunft“ wurde von einer 31-köpfigen Bürgerinitiative konzipiert hat und gestaltet. Initiatorin des Projektes war die Ethnologin Annette Holzapfel. Alle Texte wurden von der Bürgerinitiative geschrieben. Die Umsetzung finanzieren die betroffenen Kommunen. Zudem unterstützt der Kreis das Vorhaben. Beteiligt ist auch die nordrhein-westfälische Gemeinde Blankenheim.
Die Entwurfsplanung der Stelen und das Layout der Informationstafeln sowie viele Fotos stammen von Andreas Schmickler. Die Pegelhöchststände der Flutnacht hat Michael Göller nachgemessen. Sie sind auf allen Stelen für den jeweiligen Standort zu sehen und lassen erahnen, wie hoch das Wasser in der Flutnacht stand.
Von jeder Stele aus gelangt man per QR-Code zu weiterführenden Inhalten in der virtuellen Ausstellung „MemoriAhr – Die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 – Erinnerungen für die Zukunft“:
https://ausstellungen.kreuz-rad-loewe.de/memoriahr mit 28 gefilmten Erlebnisberichten, thematischen Texten und Fotos sowie einem Lied zur Flut von Dorothee Landen aus Fuchshofen. Die vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration (MFFKI) finanzierte Ausstellung befindet sich auf dem rheinland-pfälzischen Kulturerbe-Portal „Kreuz – Rad – Löwe“. Bis September 2023 unterstützte Dr. Kai-Michael Sprenger, damals Referatsleiter im Kulturministerium, die Initiative. BIMitglieder und Unterstützende schrieben für die virtuelle Ausstellung ausführliche Erlebnisberichte zur Flutnacht und über 20 thematische Texte. Außerdem trug die Bürgerinitiative hunderte von Fotos zur Ahrflut zusammen und traf die Vorauswahl der Zeitzeugen. Filmemacher Utz Kastenholz drehte die Videos, in denen die 35 Zeitzeugen über die Flutnacht berichten, finanziert vom Kulturministerium.
Am 21. November 2024 stellte Ministerin Katharina Binz das Internetportal vor als „ein zentrales kulturpolitisches Projekt im Rahmen der Digitalstrategie der Landesregierung Rheinland-Pfalz“, das bestehende digitale Angebote von Museen, Bibliotheken und Archiven bündele und Raum für spezielle Themenseiten und virtuelle Ausstellungen biete.
Die Stele in Ahrbrück informiert über die Flut von 2021 im ganzen Ahrtal und rückt das Leuchtturmprojekt „Konversion Brohl Wellpappe – Schaffung von Wohnraum nach der Flut“ in den Fokus. Die Stele widmet dem Wiederaufbau der Ahrtalbahn, deren Endstation Ahrbrück ist ebenfalls eine Informationstafel. Wanderer und Radfahrer kommen nun wieder bequem nach Ahrbrück, attraktiven Wanderwegen und Sehenswürdigkeiten.
Pressemeldung BI-MemoriAHR
























