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Künstlerische Zeugnisse über Flut, Wiederaufbau und weibliche Stärke

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FRAUEN IN DER SCHILLERSTRASSE NACH DER FLUT

Bad Bodendorf, 1. Juli 2026 – Was macht eine Naturkatastrophe mit den Frauen, die sie erlebt haben? Wie verändert eine solche Zäsur den Blick auf das eigene Leben, auf Gemeinschaft und Weiblichkeit? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Kunst- und Begegnungsprojekt „FRAUEN IN DER SCHILLERSTRASSE NACH DER FLUT“, das am 12. Juli 2026 im Rahmen der OFFENEN GÄRTEN DER AHR erstmals seine künstlerischen Arbeiten der Öffentlichkeit präsentiert.
Das Projekt wurde von zwei Frauen aus der Schillerstraße ehrenamtlich initiiert: der Künstlerin Margarete Gebauer und der Autorin sowie Kuratorin der OFFENEN GÄRTEN DER AHR, Diana Ivanova.
Die Schillerstraße in Bad Bodendorf wurde während der Ahr-Flut 2021 schwer getroffen. Für die Initiatorinnen ist sie Heimat und zugleich ein Ort tiefgreifender Erinnerungen. Aus dem Wunsch heraus, die Erfahrungen der Frauen sichtbar zu machen und ihnen eine Stimme zu geben, entstand im März 2026 das Projekt „FRAUEN IN DER SCHILLERSTRASSE NACH DER FLUT“. Seitdem treffen sich Frauen aus der Nachbarschaft einmal im Monat, um sich in geschützter Atmosphäre über die Folgen der Flut, ihre persönlichen Erfahrungen und die Herausforderungen des Wiederaufbaus auszutauschen und diese künstlerisch zu verarbeiten.
Aus diesen Begegnungen entwickelte sich eine eindrucksvolle künstlerische Dokumentation. Zeichnungen, Collagen und Lyrik machen persönliche Erfahrungen, Traumata, Hoffnungen und den starken Zusammenhalt der Frauen sichtbar. Die Werke erzählen von Verlust und Neuanfang ebenso wie von Mut, Solidarität und der Kraft, gemeinsam weiterzugehen.
Erstmals werden die Arbeiten am 12. Juli 2026 im Garten von Margarete Gebauer in Bad Bodendorf präsentiert. Gezeigt werden acht Bilder, fünf Collagen sowie ein Gedicht – jedes Werk ein einzigartiges Zeugnis weiblicher Erinnerung und des Wiederaufbaus nach der Flut.
„Für uns bleibt die subjektive Ebene ganz wichtig – die subjektive Erfahrung jeder einzelnen Frau. Und wir wollen damit andere anregen, diese subjektive und lokale Ebene der Aufarbeitung in den Fokus zu setzen“, betonen die Initiatorinnen.
Die Ausstellung wird musikalisch von der Cellistin Monika Recker-Johnson begleitet. Mit ihrem einfühlsamen Spiel schafft sie einen Klangraum, der die Begegnung mit den Werken auf besondere Weise unterstützt.
Die Ausstellung endet jedoch nicht mit dieser Premiere. Die künstlerischen Arbeiten werden am 14. Juli 2026 im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum fünften Jahrestag der Ahr-Flut in Altenburg erneut gezeigt. Damit werden die Stimmen der Frauen aus Bad Bodendorf Teil eines größeren Erinnerungsraums und leisten einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit den langfristigen Folgen der Flutkatastrophe.
„FRAUEN IN DER SCHILLERSTRASSE NACH DER FLUT“ versteht sich als Einladung zum Zuhören, Erinnern und gegenseitigen Verstehen. Die Ausstellung macht deutlich, dass Wiederaufbau nicht nur Häuser betrifft, sondern vor allem Menschen – und dass Kunst helfen kann, Erlebtes auszudrücken, zu bewahren und miteinander zu teilen.
Restkarten für die Veranstaltung sind erhältlich unter:
https://offeneahr.de/frauen-in-der-schillerstrasse-nach-der-flut/

Pressemeldung Diana Ivanova  

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