Josef Winkler, MdL von Bündnis 90/ Die Grünen, besuchte das Ahrtal und u.a. die Bürgerinitiative MemoriAhr, Weg der Erinnerung für die Zukunft
Der langjährige grünen-Politiker machte seinen ersten Stopp am RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz, wo er sich einer Gruppe ausländischer Student*innen im ersten Semester vorstellte und über seine politische Arbeit sprach. Annette Holzapfel, Initiatorin der Bürgerinitiative MemoriAhr, leitet diesen Deutschsprachkurs für die Gaststudierende des Erasmus-Programms. Jens Andreas Faulstich, der stellvertretende Fachbereichsleiter Sprachen/Internationales war ebenfalls anwesend. Josef Winkler war beeindruckt von den Sprachkenntnissen der Studierenden, die sich erst seit drei Monaten in Deutschland befinden und von ihrem Interesse an der deutschen Bundes- und Landespolitik.
Im Anschluss ging es durch das ‚Baustellen-Ahrtal‘ bis nach Mayschoß, wo Winkler mit Frau Holzapfel und Frau Keelan, ebenfalls Mitglied der Bürgerinitiative, auf andere Mitglieder traf, so Anneliese Baltes, ehrenamtlich für die Jugend in Mayschoß tätig, Angelika Furth, aktiv in Ahrbrück und Vorsitzende des Kulturvereins Mittelahr sowie Hennes Fuhrmann, Bürgermeister von Lind und Mitglied des Gemeinderats der VG Altenahr. In Mayschoß wurde im Gemeindehaus das Thema Stelen, Weg der Erinnerung für die Zukunft noch einmal vorgestellt und verdeutlicht wie beispielhaft diese Initiative von den Bürgerinnen und Bürgern der einzelnen Ortsgemeinden an der Ahr entstanden ist und sich entwickelt hat. Die Texte der Stelen schrieben ausschließlich Bürgerinnen und Bürgern in den betroffenen Orten. Die Fotos stammen auch von ihnen sowie von Andreas Schmickler, der für Entwurfsplanung und Layout zuständig war. Die Idee der Stelen geht auf Dr. Kai-Michael Sprenger zurück, der als ehemaliger Referatsleiter im Kulturministerium die Initiative unterstützte. Im Ahrtal wurden bisher 15 Stelen aufstellt, darunter auch die Stele im nordrhein-westfälischen Blankenheim. Bis Herbst 2026 sollen alle 36 Stelen an ihren Standorten stehen. Dann wird der „Weg der Erinnerung für die Zukunft“ von der Quelle bis zur Mündung der Ahr in den Rhein bei Sinzig führen. Auch die großartige Unterstützung des Ministeriums für Familien, Frauen, Kultur und Integration bei der Einrichtung einer virtuellen Ausstellung mit 35 Zeitzeugeninterviews und 50 Erlebnisberichten auf dem Kulturerbe-Portal von Rheinland-Pfalz wurde von der Initiative gelobt.
Aber auch kritische Worte kamen in Mayschoß zur Sprache. Anneliese Baltes, die sich seit der Flutkatastrophe noch intensiver um die Jugendarbeit kümmert, berichtete, dass es Probleme gäbe, einen Standort als Treffpunkt für die Jugend zu finden. Nachdem man nun einen Ort gefunden habe, klagen zwei Anwohner, jedoch freuen sich alle anderen an der Möglichkeit, dass die Kinder und Jugendlichen nach Corona und nach der Flut wieder Gelegenheit haben, spielerisch ihre heftigen Erfahrungen zu verarbeiten. Solche und andere Probleme z.B. im Umgang mit Behörden, nahm Josef Winkler mit. Das Abschlussfoto zeigt die Gruppe mit Bagger und vor dem Weinberg der Saffenburg in Mayschoß. Bagger und Natur, das ist wohl noch länger eine symbolische Situation für das Ahrtal.
Pressemeldung Bürgerinitiative MemoriAhr, Weg der Erinnerung und der Zukunft
Foto: Privat
























