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Jennifer Eller „Wassahr positiv erfahren“ gewinnt Preis der DAK

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Wettbewerb DAK Gesichter ein gesundes Miteinander: Preisträgerin Jennifer Eller

Im letzten Jahr gewann Jennifer Eller für das Projekt „Wassahr positiv erfahren“ den Preis „Gesichter für ein gesundes Miteinander der DAK“, sie darf dieses Jahr in der Jury den diesjährigen Preisträger aus einer Vielzahl von Bewerbungen mit auswählen. Sie freut sich sehr über diese Chance und darüber im September zum Sommerfest des Bundespräsidenten reisen zu dürfen.
Des Projektes arbeitet Jennifer, Ella 42 examinierte Krankenschwester, ehrenamtlich im Team mit, durch ihre chronische Erkrankung, weil sie selber wie wichtig es ist dass man einfach dabei sein darf, deswegen ist für sie das inklusive Projekt – ein Herzensprojekt.
Nach der Flut sind so viele Dinge kaputt gegangen, nicht nur in die Infrastruktur oder bei Häusern oder Schulen, sondern auch so viel menschliches das ist wichtig ist Menschen die Möglichkeit zu geben, wieder die positiven Dinge mit dem Element Wasser verbinden zu können.“ so Jennifer Eller. „Seit zwei Jahren bietet das Projekt für alle Altersklassen etwas an, da wir einfach gemerkt haben, wenn die Eltern die Kinder begleitet haben, wie viel dort auch noch Themen sind, die diese beschäftigen und bei den älteren Menschen, sind es die Nachbarschaften, die nicht mehr vorhanden sind. Jeder hat etwas besonderes für einen selbst verloren und hier einfach neue schöne Erlebnisse und auch Begegnungen zu schaffen ist genauso wichtig wie die fachliche Begleitung auf und neben dem Wasser.
Miteinander seine eigene Bewältigungmöglichkeiten zu finden, ist so wichtig. Selbstwirksamkeit – eine Ressourcen, die man versuchen muss, viel mehr zu stärken.

Jennifer Eller betreut in ihrer Freizeit ehrenamtlich auch noch eine von der Flut betroffene ältere Dame, die fast zweieinhalb Jahre in Notunterkünfte gewohnt hat und nun endlich zurück in ihrer Wohnung in Sinzig ist.
Gerade wenn man denkt, man kann wieder in die eigenen Wände und alles ist gut und man kann einfach weiter leben war – ist dies eine Illusion! Viele lernen jetzt erst, dass die Ängste trotzdem noch da sind und diese einfach durch Dinge; wie Starkregen, starken Wind oder viele andere Themen einfach ausgelöst werden. Die Sachen sind noch da und man darf darüber sprechen.
Die ehrenamtliche Tätigkeit ist für Sie sehr wichtig, da es sie für sie die Möglichkeit ist, sich für andere Einzusetzen.
Durch meine schwere rheumatische Erkrankung mit Schmerzsyndrom weiß ich, wie es ist, wenn man nicht jeden Tag funktioniert und dennoch ist es so wichtig, dass man sich für andere einsetzt und sich auch einbringt. Besonders da wir mit chronisch Erkrankungen oder Ähnlichem genau nachvollziehen können, wie man sich fühlt, wenn man nicht immer funktioniert. Ich habe lange gebraucht, um zu wissen, dass es in Ordnung ist, wenn Dinge nicht gehen. So ähnlich geht es auch vielen Menschen seit der Flut, weil einfach Dinge nicht mehr möglich sind, die vorher möglich waren.
Im Projekt kann jeder so sein, wie er ist, jede Person in seinem Tempo, seinem Weg und macht die Dinge, die die Person kann und machen möchte.
Jennifer Eller übernimmt im Rahmen des Projektes die Koordination und Organisation im Hintergrund. Sie ist nicht immer sichtbar: Verpflegung und Betreuung der inklusiven Jugend ,
Organisation von Kaffee trinken und Touren für Flut betroffene Senioren, versorgen von Wunden, einfach mal zuhören, ein offenes Ohr oder ein paar tröstende Worte einfach da sein und das tun, was gerade gebraucht wird.
Und immer die Frage, warum macht sie das?
warum das frag ich mich auch ganz oft, gerade wenn’s stressig wird es nicht so ganz funktioniert kommt dann immer dieser eine Moment, wenn ein Kind um die Ecke kommt, einen anstrahlt.
Etwas schafft, was es vor lauter Angst schon lange nicht mehr tun konnte, das erste Mal unter Wasser aussteigt, wovor es solche Angst hatte… oder einfach sagt danke, dass du da bist. Das sind die Momente, wofür man es macht. Besonders auch danke dafür, dass du immer so lecker für uns kochst und Schokolade da hast! Kleine Dinge sind es, die man einfach manchmal braucht, um sich gesehen und auch geliebt zu fühlen. Darum gibt es jeden Tag die Welt ein bisschen besser zu machen.

Viele Menschen sind manchmal unsicher, ob sie sich ehrenamtlich engagieren sollen wegen der Belastung oder weil sie etwas falsch machen könnten.
aus Fehlern lernt man und nur, wenn man Fehler macht und schaut, was man danach besser machen kann, kann man Dinge ändern. Meine Komfortzone war mal sehr schön und gemütlich die habe ich verlassen und lerne seitdem jeden Tag etwas dazu und ich kann jeden Menschen sagen. Ehrenamt bedeutet Entwicklungsmöglichkeiten, die man vorher noch nicht mal geahnt hat deswegen rate ich allen Menschen machen Sie sich auf dem Weg einfach machen, zwischendurch gucken, was man besser machen kann und dann wird es immer besser für alle für eine bessere Zukunft unserer Kinder!
Vieles hat sich im Projekt auch weiter entwickelt: Angebote für Senioren, Menschen mit Depressionen und PTBS mit Stand Up paddeling, inklusiver Frauenkajakkurs, Team Wassahr – inklusive Paddelgruppe mit Blick auf Special Olympics und Parakanu die sich neu gegründet hat,… viele Angebote sind schon dran und werden gestartet!
Vier Jahre nach der Flut entwickelt sich vieles und es ist wichtig die Angebote und das Projekt immer weiterzuentwickeln! Ehrenamt ist nicht statisch es ist im Fluss ein Prozess und Sichtbarkeit ist wichtig…für alle…an alle da draußen Danke das ihr euch engagiert egal wo und wie! Ihr macht die Welt besser…

Pressemeldung WSV Sinzig
Foto: Privat

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