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Interview: Dennis Kresse mit Mitgliedern der Theatergruppe “Kleine Bühne“ :

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Das Interview von Dennis Kresse mit Mitgliedern der Theatergruppe “Kleine Bühne“ :

Wir tragen oft viel mehr Mut, Herz und Stärke in uns, als wir selbst glauben“ Regisseurin Steffi Neumann über „Der Zauberer von Oz“ im Kurpark Bad Breisig

Mit „Der Zauberer von Oz“ bringt die „Kleine Bühne“ Bad Breisig einen echten Familienklassiker auf die Bühne im Kurpark. Doch das Stück verspricht weit mehr als eine nostalgische Reise ins Land Oz. Regisseurin Steffi Neumann setzt auf Herz, Humor, Überraschungen und eine Botschaft, die Kinder wie Erwachsene gleichermaßen berührt.
Wir haben mit Steffi Neumann und einigen Mitgliedern ihres Ensembles über Mut, Magie, Musik, Probenpannen und das berühmte Bauchkribbeln kurz vor der Premiere gesprochen.

Warum gerade „Der Zauberer von Oz“ – was hat dich an der Geschichte gepackt?
Steffi Neumann: Bis zum Film „Wicked“ kannte ich die Geschichte tatsächlich gar nicht so richtig. Erst dadurch habe ich mich intensiver mit der Welt von Oz und ihren Figuren beschäftigt. Besonders begeistert mich die Botschaft der Geschichte: dass wir oft viel mehr Mut, Herz und Stärke in uns tragen, als wir selbst glauben.

Euer Stück richtet sich an die ganze Familie. Wie schafft ihr es, Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu begeistern?
Steffi:Der Spaß entsteht vor allem durch die Mimik und Gestik der Darstellerinnen und Darsteller sowie durch Situationskomik. So etwas entwickelt sich oft erst während der Proben und steht nicht im Drehbuch. Die Rollen sind großartig besetzt, und jeder verkörpert seine Figur mit so viel Herz und Leidenschaft, dass wirklich alle auf ihre Kosten kommen.

Was macht die Arbeit mit der „kleinen Bühne“ für dich besonders?
Heidi Höhr (Souffleuse):Mir macht es Spaß, die Entwicklung ‚von den ersten Proben bis zum fertigen Stück zu erleben. Das Teamerlebnis ist etwas sehr Besonderes, es macht Freude, ein Teil der Gruppe zu sein.

Oz ist eine ziemlich verrückte Welt. Wie bringt ihr das auf die Bühne?
Steffi: Ganz klassisch wird es nicht. Es gibt einige besondere Inszenierungsideen und überraschende Momente, die das Publikum so vielleicht nicht erwartet.

Vogelscheuche, Blechmann und Löwe suchen alle nach etwas. Was fasziniert dich an diesen Figuren?
Steffi: Mich fasziniert, wie sie im Laufe der Geschichte erkennen, dass das, wonach sie suchen, eigentlich schon in ihnen steckt.

Welche Rolle spielt die Musik?
Steffi: Eine riesige. Musik ist für mich ohnehin ein großer Bestandteil des Lebens. Im Theater kann sie Szenen unterstreichen, Emotionen verstärken, verfremden oder einfach für humorvolle Momente sorgen.

Gab es einen Probenmoment, bei dem du dachtest: Genau dafür mache ich Theater?
Steffi: Ja, vor allem bei unserer Abschlussszene. Die hat mir während der Proben mehrfach Gänsehaut beschert. Aber auch viele andere emotionale Momente haben mich daran erinnert, warum ich Theater liebe.

Was war die größte Herausforderung?
Steffi: Tatsächlich nicht die Kostüme, sondern das Bühnenbild. Es sollte magisch wirken und gleichzeitig an die Gegebenheiten unseres Spielorts im Biergarten angepasst werden. Ich denke, das ist uns sehr gut gelungen.

Was sollen die Zuschauerinnen und Zuschauer am Ende mit nach Hause nehmen?
Steffi: Die Erkenntnis, wie wertvoll Kultur ist und was sie möglich machen kann. Und vielleicht auch die Erinnerung daran, dass man oft mehr in sich trägt, als man selbst glaubt.

Jutta Flink (spielt den Zauberer von Oz): Ich freue mich, wenn die Leute, – in unserem Fall – die Kinder, nicht nur gute Laune und Spaß an unserem Stück mit nach Hause nehmen.
Es wäre schön, wenn sie daraus erkennen,
- dass man gemeinsam nicht allein ist,
- dass man mutig seinen Weg geht,
- die Hoffnung nicht verliert und
- einander hilft, wenn es darauf ankommt.
Das wünsche ich mir.

Wenn du selbst eine Figur aus Oz wärst – Verstand, Herz oder Mut?
Steffi: Ganz klar: Team Herz!

Stefanie Käufler (spielt Onkel Henry):  Aufgrund meines Erlebens habe ich mich für „Mut” entschieden, denn der half mir bereits, Hürden zu überwinden, nicht aufzugeben und mich in Gänze dem Leben zu stellen, um letztendlich daran zu wachsen.

Gibt es eine Szene, bei der das Publikum garantiert reagieren wird?
Steffi:Ja, definitiv. Unsere Darstellerinnen und Darsteller gehen komplett in ihren Rollen auf. Das sorgt an einigen Stellen für herrlich amüsante Momente.

Ein kleiner Spoiler ohne Spoiler?
Steffi: Freut euch auf alles, was dieses Stück zu bieten hat – und vielleicht auf eine Version von „Der Zauberer von Oz“, wie sie viele noch nicht gesehen haben.

Bettina Kurscheid (spielt den Löwen): Auf kleiner Bühne, großes Kino. Von Mäusen, Sonnenbrillen und Tornados. Der Biergartenbuster!

Und was sorgt kurz vor der Premiere noch für Bauchkribbeln?
Steffi: Ob alle Abläufe mit unserem Bühnenbild genauso funktionieren, wie wir sie geplant haben. Aber ein bisschen Nervosität gehört vor einer Premiere natürlich immer dazu.

Eines scheint sicher: Das Publikum darf sich auf einen magischen Sommerabend im Kurpark freuen!
Der Eintritt ist frei. Über freiwillige Spenden zur Unterstützung freuen sich die Mitglieder der Theatergruppe „kleine Bühne“! 

Aufführungstermine sind am Samstag, 27. Juni 2026, Beginn 15:00 Uhr (Premiere), und am Sonntag, 28. Juni 2026, Beginn 15:00 Uhr.

Pressemeldung Kulturverein BREISIG.live eV  –  21.06.2026
Foto:  Stephanie Neumann 

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