Hochwasserschutz im Kreis Ahrweiler: Grafschafter GRÜNE fordern solidarischen Schulterschluss beim Gewässerzweckverband
Die Grafschafter Gemeinderatsfraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN begrüßt die die Ankündigung des Landes Rheinland-Pfalz, den Kreis Ahrweiler bei den notwendigen, aber kostenintensiven Maßnahmen zum Hochwasserschutz zu unterstützen. Bedingung des Landes: Die Gründung eines Gewässerzweckverbandes (GZV). Hier sollen die acht Kommunen des Kreises gemeinsam Verantwortung übernehmen.
In den Augen der GRÜNEN-Fraktion ist dies nachvollziehbar; „Die Herausforderungen des Klimawandels kennen keine Gemeindegrenzen. Nur durch eine abgestimmte, fachlich fundierte und langfristige Strategie können wir die Region widerstandsfähiger machen – und das geht langfristig nur im Verbund“, betont Nadja Geldmacher, Mitglied im Grafschafter Gemeinderat.
Besonders enttäuschend sei die aktuell überwiegend ablehnende Haltung im Rat, schließlich hat die Grafschaft schon mehrfach schmerzhafte Erfahrungen mit Starkregenereignissen gemacht. Mit einer Abnahme der überproportional häufigen Betroffenheit der Grafschaft ist in Zukunft nicht zu rechnen. „Die Argumentation, man habe mit Grafschafter Mitteln bereits genug geleistet, nach der Katastrophe umfassend unterstützt, greift zu kurz. Hochwasserschutz ist eine Daueraufgabe, die Expertise, Kontinuität und finanzielle Planungssicherheit erfordert – genau das bietet ein Gewässerzweckverband“, so Geldmacher. Die Befürchtung, lokale Handlungsfähigkeit zu verlieren, sieht sie nicht: „Der Verband stärkt die Kommunen, indem er Fachwissen bündelt und Synergien schafft. Gerade angesichts des Fachkräftemangels und demografischer Herausforderungen können wir es uns nicht leisten, Wissen und Ressourcen zu zersplittern.“
Die Grünen appellieren an die Ratsmitglieder der anderen Fraktionen, kurzfristige Bedenken zurückzustellen und die historische Chance zu nutzen. „Es geht um Generationenprojekte – um den Schutz von Leben, Infrastruktur und Lebensqualität. Wer heute zögert, riskiert, morgen mit noch höheren Kosten und dramatischeren Folgen konfrontiert zu sein“, warnt Geldmacher. Die GRÜNE Fraktion ruft dazu auf, Zweifel konstruktiv zu thematisieren, aber nicht per se zu blockieren: „Als Demokrat:innen müssen wir gemeinsam Lösungen entwickeln und nach 1804, 1910 und 2021 muss gemeinsam handeln.“
Pressemeldung BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Grafschaft
Foto: Archivbild
























