Der Kölner Kultmusiker steht vor dem Bühnenauftritt mit seinen “Weggefährten“ am 08.11.in Bad Breisig Rede und Antwort
Dennis Kresse: Wie fühlt es sich für dich an, mit „Stabil nervös“ wieder solo auf Tour zu sein?
Gerd Köster: Bin nicht solo, sondern mit Helmut, Buddy und Gerhard. Das ist eine spaßvolle, kleine Viererbande.
Dennis: Der Titel ist ja typisch kölsch – was bedeutet „Stabil nervös“ für dich persönlich?
Gerd: Verstehe die Frage nicht, „Stabil nervös“ ist genau so kölsch wie hochdeutsch
Dennis: Wie schwer war es für dich, nach dem Verlust von Frank Hocker wieder auf die Bühne zu gehen?
Gerd: Nicht sehr schwer. Ich habe ja auch zu Franks Lebzeiten eine Menge ohne ihn gemacht; Theater, Lesungen, Nox, das jeweils erste Jahr bei Schroeder Roadshow und The Piano has been drinking u. a. Aber natürlich fehlt er mir.
Dennis: Was bleibt von eurer gemeinsamen Zeit musikalisch und menschlich bis heute spürbar?
Gerd: In erster Linie natürlich die Songs. Und viele lustige, schöne, aber auch melancholische Erinnerungen.
Dennis: Deine Texte sind oft voll mit feinen Alltagsbeobachtungen – woher kommt deine Inspiration?
Gerd: Wie du schon fein beobachtet hast: aus dem Alltag.
Dennis: Welche Rolle spielt Sprache, besonders das Kölsche, in deiner Musik?
Gerd: Ich bin quasi seit dem Sandkasten mit der kölschen Sprache aufgewachsen. Es fühlt sich beim Singen einfach am organischsten an.
Dennis: Wie reagieren eigentlich Leute außerhalb Kölns auf deine kölschen Songs?
Gerd: Manche bedauern, dass sie nicht mehr verstehen, wissen aber oft, was gemeint ist. Aber die meisten Leute außerhalb des Kölner Sprachraums kennen unsere Songs nicht.
Dennis: Was dürfen die Fans auf der aktuellen Tour erwarten – eher neue Töne oder vertraute Geschichten?
Gerd: Beides, von lange nicht Gehörtem wie „Mord ohne Hass“ bis zu neu eingekölschten Songs von Porcupine Tree, The Cure, den Stones und natürlich Tom Waits. Plus kleine Geschichten und Anekdötchen.
Dennis: Wie hat sich dein Blick auf das Leben und die Bühne über die Jahre verändert?
Gerd: Ich liebe beides immer noch.
Dennis: Gibt es für dich diesen einen Moment auf der Bühne, wo du spürst: „Jetzt stimmt alles“?
Gerd: Ja.
Dennis: Was bedeutet dir das Publikum – gerade in kleineren, persönlicheren Locations wie der Jahnhalle in Bad Breisig?
Gerd: Ich versuche immer, so gut zu sein wie ich‘s halt kann. Egal, wie viele Leute da sind.
Dennis: Und ganz zum Schluss: Wann bist du „stabil nervös“ – und wann einfach nur glücklich?
Gerd: Beides sind Momentaufnahmen, zum Glück stabil kontinuierlich.
Das Interview mit Gerd Köster führte Dennis Kresse.
Gerd Köster steht zusammen mit seiner Band “Weggeföhrten“ am kommenden Samstag, 8.11.2025, 20 h (Einlass ab 19 h) auf der Bühne des “Kultschuppen“ Jahnhalle in Bad Breisig.
Tickets für Kurzentschlossene gibt es noch an der Abendkasse.
Weitere Infos unter https://www.breisig.live/events/koester25 oder Fon 02633–470 283.
Copyright: Kulturverein BREISIG.live (Dennis Kresse)
Pressemeldung Kulturverein BREISIG.live eV
Foto: Bernd Delbrüge
























