Eröffnung 2028 – Kostenschätzung rund 18 Millionen Euro
Starke Themen standen auf der Tagesordnung des Bau‑, Verkehrs- und Umweltausschusses am 9.6.2026. Top 1 war der Neubau Freizeitbad Remagen mit der Vorstellung der Genehmigungsplanung durch die av‑a Anderhalten Architekten.
Bereits im Sommer 2025 starteten die ersten Vorplanungen für das inzwischen 50-jährige Bad und ein erster Vorentwurf wurde freigegeben.
Bevor der Rückbau des alten Bades starten kann, müssen sechs Probebohrungen durchgeführt werden. Das Freizeitbad wurde auf einer Mülldeponie errichtet, daher werden Schadstoffe kartiert und entfernt. Doch bevor gebohrt werden kann, muss der Kampfmittelräumdienst das Gebiet sondieren.
Alte Remagener werden sich noch an die Müllkippe in der ehemaligen Kiesgrube erinnern, die sich ab und an von selbst entzündete und übel riechende Rauchschwaden ausstieß. Kinder bauten aus alten Ölfässern und Brettern Flöße um auf dem See in der Grube zu paddeln und ein NSU Prinz lag lange Zeit im Abfallhang. Das war bis in die 70er Jahre völlig normal, der Begriff „Umweltverschmutzung” hatte damals noch keine gesellschaftliche Bedeutung.
Beim eigentlichen Rückbau werden die bestehenden Gebäude entfernt, der Keller kann wiederverwendet werden und wird zusätzlich erweitert.
Anstatt der klassischen Fliesen erhält das neue Bad Edelstahlwannen und wird mit einem 50 m Becken, Spaßbereich, Springerbecken und einem großen Kinderbereich mit Bachlauf und Wasserspielen umfangreicher ausgestattet sein als die bisherige Anlage. Die neue Rutschbahn ist dann mit 90 m etwas länger als die Bisherige.
Für den Rückbau sind 300.000,- Euro veranschlagt. Der Bau des Kellers und der Becken wird auf 6,8 Millionen. Euro und die Pflasterung der Randbereiche und der Wege mit 1,3 Millionen Euro berechnet.
Gesamtkosten sind mit 18,3 Millionen Euro kalkuliert, die mit rund 6 Millionen Euro bezuschusst wurden.
Der Abriss des Bades kann Ende dieses Jahres starten, die Bauzeit erstreckt sich über 2027, die Fertigstellung und Eröffnung des neuen Freizeitbads ist für April / Mai 2028 geplant.
Der Ausschuss kam der Beschlussvorlage: „Der Bau‑, Verkehrs- und Umweltausschuss stimmt der vorgestellten Genehmigungsplanung zu und beauftragt die Verwaltung auf dieser Basis den Bauantrag zu stellen”, einstimmig nach.
AG
Foto: Gottschalk

























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