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DRK-Sozialstation: Mit viel Herz und Empathie im Einsatz

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DRK-Sozialstation: Mit viel Herz und Empathie im Einsatz

Kreis Ahrweiler. Mit ihren weißen Kleinwagen samt roten Kreuzen auf dem Auto flitzen sie in Bad Breisig, Brohltal und Sinzig zu ihren Patientinnen und Patienten: die Pflegefachkräfte des DRK-Sozialen Service. Ob unter der Woche, am Wochenende oder an Feiertagen – sie machen es möglich, dass pflegebedürftige, kranke oder ältere Menschen in ihrem vertrauten Zuhause bleiben und leben können. Wir haben eine Mitarbeitende einen Vormittag begleitet.

Es ist 6 Uhr morgens, als die examinierte Altenpflegerin Jaqueline Klingenberg bei ihrer ersten Patientin ins Schlafzimmer tritt. Mit einem Lächeln wünscht sie ihr einen wunderschönen guten Morgen und erkundigt sich nach der Nacht. Die zweifache Mutter und ihre Patientin kennen sich seit vielen Jahren, gehen sehr vertraut miteinander um. Beide haben sich ein paar Tage nicht gesehen. Während der Behandlung tauschen sie sich aus, erzählen Neues. Der Abschied ist sehr herzlich und sie freuen sich auf das Wiedersehen am nächsten Tag. Die Freude ist auch bei der nächsten Seniorin groß, die Augen strahlen. Endlich hat sie ihre Pflegefachkraft wieder. Jaqueline Klingenberg hatte nämlich einige Tage frei und begrüßt die Dame mit einem Drücker. Beide bringen sich auf den neuesten Stand, während sie die Kompressionsstrümpfe anzieht. Heute steht auch das Richten der Medikamente auf dem Plan. Dabei ist die Altenpflegerin hoch konzentriert und erst danach führt sie ein sehr zugewandtes Gespräch mit der Tochter ihrer Patientin.

Der Arbeitstag der 32-Jährigen startet in der Regel mit sogenannter Behandlungspflege, zu der unter anderem auch die Messung von Blutzucker oder Blutdruck, die Verabreichung von Injektionen und jegliche Wundversorgung gehören. Im weiteren Verlauf des Vormittags kommen vermehrt pflegerische Maßnahmen (z.B. Ganz- oder Teilwaschung, Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, Lagern) hinzu. Auch hier ist das besondere Verhältnis zwischen den Patientinnen und Patienten und der DRK-Mitarbeiterin zu spüren: Sie kennt die jeweiligen Vorlieben zum Beispiel bei der Wärme des Wassers oder bei der Anwendung von Pflegeprodukten wie Deo oder Körperlotion. Beim Duschen, Anziehen und Fertigmachen wird geplaudert, gelacht oder sie erklärt ihre nächsten Behandlungsschritte.

Für einige Patientinnen und Patienten ist der Besuch der DRK-Pflegefachkräfte das Highlight des Tages. Bei der Verabschiedung erwähnen sie deshalb auch stets, wann sie wiederkommen. Je nach Pflegebedürftigkeit und Bedarf kann das einige Stunden oder ein paar Tage später sein.

Sobald Jaqueline Klingenberg wieder in ihrem weißen Flitzer sitzt, dokumentiert sie sorgfältig ihren Einsatz und vermerkt dabei auch Besonderheiten. Die DRK-Mitarbeiterin schaut bei jedem Hausbesuch über den Tellerrand hinaus. Ein Patient hat plötzlich ein Pflaster am großen Zeh? Eine Seniorin ist am Abend vorher gestürzt? Eine Patientin hat sich am Morgen nicht wohlgefühlt? Die 32-Jährige fragt nach und informiert gegebenenfalls den Hausarzt und/oder die Angehörigen.

Die examinierte Altenpflegerin liebt ihren Job, der für sie kein Beruf, sondern eine Berufung ist und das strahlt sie auch aus. Mit viel Empathie und Herz geht sie ganz individuell auf ihre Patientinnen, Patienten und deren Angehörige ein. Sie fragt nach, hört zu oder tröstet bei Kummer. Doch diese vertrauensvolle Verbindung ist keine Einbahnstraße – auch sie erhält viel Wertschätzung, Dankbarkeit und menschliche Wärme zurück. „Ich möchte meinen Patientinnen und Patienten einen schönen Moment bescheren, wenn ich bei ihnen bin, und dafür gebe ich alles. Dass ich dafür ein Vielfaches zurückbekomme, macht meinen Beruf so einzigartig. Ich lerne so viel von den zu Pflegenden. Sie sind für mich zu Lebensratgebern geworden und das möchte ich niemals mehr missen.“, sagt Jaqueline Klingenberg, die bereits als Teenager wusste, dass sie in der Pflege arbeiten möchte. Damals las sie in einem Pflegeheim den Bewohnerinnen und Bewohnern vor. Ihre Ausbildung absolvierte sie in einer stationären Pflegeeinrichtung, seit acht Jahren ist sie ambulant bei der DRK-Sozialstation tätig. „Anders als in einer stationären Einrichtung erlebe ich meine Patientinnen und Patienten in ihrem privaten Umfeld. Das Arbeiten ist familiärer sowie intensiver und macht mir viel mehr Spaß.“, so die zweifache Mutter. Sie weiß es sehr zu schätzen, dass sie Beruf und Familienleben verbinden kann. Die familienfreundlichen Bedingungen geben ihr das Gefühl, am richtigen Ort zu sein – für ihre Familie und für die Menschen, die sie begleitet.

Pressemeldung DRK Kreis Ahrweiler
Foto: Astrid Zens / DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V.

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