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Bilder der Ahr vor der Flut

Die Ahr im Normalzustand

Durch die verheerende Flutkatastrophe ist vielen Menschen die Ahr näher gekommen. Auch sind Viele zum ersten Mal an die Ahr gereist, nicht nur zum Helfen. Die aktuellen Bilder der Zerstörung und den Aufräumungs-Aktionen lassen schnell verblassen, wie die Ahr normalerweise aussieht.
Wir haben ins Archiv geschaut und einige ältere Fotos der Ahr aus dem Gebiet um Sinzig zusammengestellt. Dabei fanden wir es wichtig nicht die üblichen „Postkartenmotive“ zu zeigen, sondern eher die etwas abgelegenen Ecken und Stellen wo sich von jeher Treibgut und auch Müll sammelt zu beleuchten. Abgesehen von den Hochwassern ließe sich viel Müll an Ahr und Rhein vermeiden, wenn diverse Zeitgenossen diesen wieder mitnehmen würden!
Wenn bei manchen Fotos der Eindruck entsteht, dass das ja wie nach einem Hochwasser aussieht, ist der Eindruck richtig. Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser und das ist nicht nur an der Ahr so. Ein bis zweimal im Jahr tritt die Ahr mal mehr mal weniger über die Ufer.
Auffällig ist, dass viele umgeknickte Bäume einfach weiterleben und auf einer Seite des Stammes Äste nach oben wachsen lassen. Und das seit Jahrzehnten. Das auf vielen Fotos zu sehende sogenannte „Totholz“ ist wichtiger Bestandteil einer Auenlandschaft und Grundlage für viele Lebewesen.
Weil damals niemand wirklich aufgeräumt und das Gelände kaum jemand betreten hat, von den „Dreckweg-Tagen“ und einigen Aktionen freiwilliger Helfer mal abgesehen, konnte sich die Ahr so entwickeln, wie es ein Fluss eben tut und wie sich die Natur das ursprünglich gedacht hat. Dadurch entstand dieses „Juwel“, wie ein Botaniker den außerordentlichen Lebensraum und ausgewiesenes Naturschutzgebiet unterhalb Sinzigs benannte.
Natur ist da, wo der Mensch sich nicht drum kümmert.

Siehe auch den Artikel: https://www.rhein-ahr-anzeiger.de/die-zweite-zerstoerung-der-ahr-der-film/

Sehen Sie hier Aufnahmen aus einer Zeit als Totholz noch nicht gefährlich war und sich dessen Beseitigung noch nicht zu einem lukrativen Geschäftsmodell entwickelt hatte. Die Aufnahmen entstanden zwischen 2008 und 2020 in dem Gebiet zwischen Bad Bodendorf und der Mündung.

AG
Fotos: Achim Gottschalk, allgrafics

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